Curriculum vitae
Lukas Frank, gebürtig aus Horn NÖ, studierte Orgel und Cembalo in Wien (Orgel bei Pier Damiano Peretti und Renate Sperger, Cembalo bei Wolfgang Glüxam, Basso continuo bei Augusta Campagne), Hamburg (Orgel bei Wolfgang Zerer und Pieter van Dijk, Cembalo und Clavichord bei Menno van Delft) und Basel (Orgel bei Tobias Lindner und Wolfgang Zerer, Cembalo bei Francesco Corti und Basso continuo bei Jörg-Andreas Bötticher).
Lukas Frank wurde als Solo-Cembalist beim Internationalen H.I.F. Biber-Wettbewerb (Chorherrenstift St. Florian OÖ) 2021 mit dem „Franz Joseph Aumann-Preis“ ausgezeichnet, weiters wurde ihm 2018 vom Basler Kirchenmusikverband der „Hans Balmer-Preis“ für das beste Orgel-Rezital an der Schola Cantorum Basiliensis verliehen und er ist zweiter Preisträger beim 1° Concorso Organistico Internazionale „Fondazione della Torre“ (Mendrisio TI, 2017). Mit dem Ensemble L’Armonia Gioiosa erhielt er 2016 als Cembalist außerdem den zweiten Jury-Preis beim Concoso internazionale „Maurizio Pratola“ im italienischen L’Aquila.
Als Solist (Orgel & Cembalo) und Continuist konzertiert er regelmäßig in verschiedensten Besetzungen, darunter mit dem La Cetra-Vokalensemble, der Neuen Hofkapelle Graz, dem Ensemble Viatoribus, mit Organic Opera, dem Ensemble La Tibicina und dem Lumen Consort sowie dem Lumen Vocal-Consort.
Derzeit arbeitet er als Organist, Chorleiter und Instrumentalpädagoge im Raum Basel sowie als Lehrer für Cembalo und Generalbass am Johann Joseph Fux-Konservatorium in Graz. Als Dozent und Korrepetitor wirkte zuletzt auch bei der Sommerakademie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (2023) sowie beim Forum Alte Musik in Feldkirch (2023-25) mit.
Als Künstler widmet sich Lukas Frank in seinem Schaffen einem breiten Spektrum von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik bis hin zu moderner und zeitgenössischer Musik. Aktuell setzt er in seinen Programmen einen Schwerpunkt auf österreichische Barockmusik und selbst wiederentdeckte Werke der Wiener Frühklassik.
Als Pädagoge setzte er sich v.a. beim Verfassen seiner MA-Arbeit (Müthels Claviersachen – Clavierunterricht aus der Bach-Tradition [...], Basel 2020) intensiv mit „historisch informierten“ Vermittlungsprozessen (vom „Fundamentum“ bis zur „Clavierschule“) auseinander und versucht so, auch im Unterricht mit AnfängerInnen, Impulse für ein tieferes Musikverständnis zu vermitteln, die über das reine Ausführen von Werken hinausgehen, „daß also die Töne zur Sprache der Empfindung werden“ (D. G. Türk, Klavierschule, Halle & Leipzig 1789, S. 332).